Rothenbaumchausee 20 | 20148 Hamburg
Telefon: +49 - (0)176 21 99 82 72
E-Mail: info@salonamgrindel.de

Kinostart des Dokumentarfilms "Auch Leben ist eine Kunst - Der Fall Max Emden"

Ein Film von Eva Geberding und André Schäfer

Donnerstag, 25. April 2019 - 16:00

Hiermit möchten wir Sie auf den Kinostart des Dokumentarfilms "Auch Leben ist eine Kunst - Der Fall Max Emden" der Regisseure Eva Geberding und André Schäfer hinweisen. Der Film wird ab dem 25. April 2019 in ausgewählten deutschen Kinos zu sehen sein.

Den Namen Max Emden kennt heute fast niemand mehr – seine Kaufhäuser jedoch schon: das KaDeWe in Berlin, den Operpollinger in München, das Allas-Warenhaus in Stockholm oder Corvin Ahuraz in Budapest. Der 1874 in Hamburg geborene Spross einer angesehenen jüdischen Handelsfamilie, war aber mehr als ein Kaufhauskönig. Er war Mäzen der Universität Hamburg, stiftete seiner Heimatstadt den ersten Golfclub und einen Poloclub – und baute eine einzigartige Kunstsammlung auf. 1928 verlegte Emden aufgrund des aufkeimenden Antisemitismus seinen Wohnsitz in die Schweiz, erwarb die malerischen Brissago-Inseln im Lago Maggiore und stattete dort eine Villa mit seiner atemberaubenden Kunstsammlung von Malern wie Van Gogh, Canaletto oder Monet aus. Emden beherrschte die Lebenskunst wie kein Zweiter – stets braun gebrannt auf seinen Motoryachten und mit leicht bekleideten jungen Frauen an seiner Seite, die für Skandale im prüden Tessin sorgten. Doch die Nationalsozialisten beschlagnahmten nach und nach Emdens Vermögen; seine Kunst musste er zum großen Teil verkaufen – seine zahlreichen Immobilien in ganz Europa wurden enteignet – und so starb er 1940 am Lago Maggiore. Knapp 80 Jahre später begibt sich der Film zusammen mit Juan Carlos Emden, dem Enkel Max Emdens, auf die Spuren seines Großvaters, um herauszufinden, was mit der berühmten Kunstsammlung und dem Immobilienbesitz wirklich geschah. Weder hat die Bundesregierung eines der Kunstwerke aus der Sammlung Emden an seine Erben zurückgegeben, noch hat sich der Hamburger Senat bis heute um eine Wiedergutmachung oder Entschädigung der Familie Emden bemüht. Der Film rollt den Fall Max Emden detailliert und mit Hilfe brisanter Dokumente, nie gezeigter privater Filmaufnahmen und vielen historischen Zeugnissen auf und erzählt
nebenbei den Aufstieg und die Zerstörung einer hanseatischen Familie durch die Propaganda und die Gewalt des NS-Regimes.