Im deutsch-jüdischen Kontext haben die Begriffe "Heimat" und "Exil" ein besonderes Gewicht, ging es doch im Nationalsozialismus darum, der Ermordung zu entkommen. Wer nach 1945 nach Deutschland zurückkehrte – als "Minderheit einer Minderheit" (Ursula Krechel) – erlebte oft ein zweites Exil, eine doppelte Heimatlosigkeit.
Wie offen ist Deutschland heute für Menschen, die ihre Heimat aus verschiedensten Gründen verlassen? Über Exil-Erfahrungen gestern und heute, die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs "Remigration", die neue europäische Abschottungspolitik und die Vielfalt migrationsgeprägter Literatur sprachen am 10. Juni 2026 in der W. M. Blumenthal Akademie des Jüdischen Museums Berlin die Schriftstellerin Ursula Krechel, der Historiker Michael Brenner und der Literaturwissenschaftler Sebastian Schirrmeister.
Hier nachhören: https://www.radiodrei.de/programm/schema/sendungen/der_zweite_gedanke/archiv/20260611_1900.html
Eine Kooperation mit dem Leo Baeck Institut (https://fuf-leobaeck.de/)
