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Aktuelles

Programm: Was demnächst läuft

Konzert
Di, 24. Sep 2019
Mit Pjotr Meshvinski, Natalia Alenitsyna und Emanuel Meshvinski

Schon im März 1933, kurz nach der nationsozialistischen Machtübernahme, wurden jüdische Musiker*innen aus dem Musikleben Hamburgs entfernt. Nur im Rahmen der im Mai 1933 gegründeten „Gemeinschaft Jüdischer Künstler“, aus der später der „Jüdische Kulturbund Hamburg“ hervorging, konnten viele der hoch angesehen und anerkannten jüdischen Musiker noch öffentlich auftreten. In dieser schwierigen Zeit gründete sich im Oktober 1934 das Jüdische Kammerorchester Hamburg, um den in Hamburg lebenden jüdischen Musikern weiter die Möglichkeit zu bieten, Konzerte zu geben. Um an dieses Kapitel der Hamburger Musikgeschichte zu erinnern und einen „Musikalischen Stolperstein“ zu setzen, gründeten der Cellist Pjotr Meshvinski und die Geigerin Natalia Alenitsyna, die im Jahr 1991 als jüdische Kontingentflüchtlinge nach Hamburg gekommen waren, im Jahr 2018 gemeinsam mit anderen Musikern das Jewish Chamber Orchestra Hamburg.

Das Programm für das Konzert im Jüdischen Salon orientiert sich an der Vielseitigkeit des Jüdischen Kammerorchesters und umfasst neben dem jüdischen Komponisten Hans Kràsa auch Werke von Händel, Bach und Ernst von Dohnànyi.

Was kürzlich lief

BuchvorstellungGespräch
Do, 5. Sep 2019
Mit dem Autor Bernd Witte

Die jüdische Tradition ist im kulturellen Gedächtnis der Deutschen weitgehend ausgelöscht. Dies ist aufs engste verbunden mit dem Weimarer Klassizismus.

Mit der Begeisterung von Schiller und Goethe für die griechische Antike und ihren sinnlich-schönen Polytheismus wurde die ethische Instanz eines Monotheismus, der das Bilderverbot in den Mittelpunkt gerückt hatte, verdrängt. Der Germanist Bernd Witte hinterfragt die ideologischen Wurzeln, aus denen das kulturelle Selbstverständnis der Deutschen erwachsen ist. Er weist nach, wie von dem Antijudaismus der Weimarer Klassik und dem deutschen „Griechenkult“ eine Spur führt zu Rassen-Antisemitismus und völkischer Mythologie bis hin schließlich zum Nationalsozialismus.

GesprächVortrag
Mi, 21. Aug 2019
mit Anat Feinberg
(c) Jürgen Bauer, mit freundlicher Genehmigung des Suhrkamp Verlags

Der Schriftsteller Amos Oz ist einer der großen Chronisten des Landes Israel,  ein Meister der hebräischen Sprache, der in präziser und sensibler Rede wunderbar Wort an Wort zu fügen wusste.  In seinen Werken spiegelt sich das Lebensgefühl eines Landes, in dem sich vieles überkreuzt: Das Gegenwärtige und das Uralte, das Problem des Überlebens, begleitet von neuer Gewalt und der immer erneuten Suche nach Gerechtigkeit, die Erinnerung an die Shoah und der harte Kampf um das neue Land, die Sehnsucht nach der Kultur des „wunderbaren und tödlichen“ Europas und der Alltag in der Hitze eines Wüstenlandes. Seiner Heimat Israel in großer Liebe verbunden, setzte sich Amos Oz –  keine Konflikte scheuend – literarisch wie politisch immer wieder auch kritisch mit den aktuellen politischen Entwicklungen seines Landes auseinander und plädierte für einen dauerhaften Frieden mit den palästinensischen Nachbarn.

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