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Aktuelles

4. Lockdown-Lektüre von Mati Shemoelof

Liebe Freundinnen und Freunde des Jüdischen Salons, 

Wir hoffen sehr, Sie sind guter Dinge und genießen das freundliche Wetter und die Lockerungen der Behörden, die doch viele Dinge wieder ermöglichen, auf die wir alle ungern verzichten. 

Auf unsere Lockdown-Lektüren, die wir verschicken und bei Facebook posten, haben wir eine sehr positive Resonanz erhalten und so werden wir weiterhin Texte in Auftrag geben und sie Ihnen zugänglich machen. Damit trösten wir Sie, unser interessiertes und treues Publikum und - ehrlich gesagt - auch uns selber ein bisschen über die Zeit ohne die Veranstaltungen im Jüdischen Salon hinweg. 

Diese 4. Lockdown-Lektüre von Mati Shemoelof, dem israelischen Lyriker und Autor in Berlin, den wir bereits mehrere Male im Salon begrüßen durften, widmet sich den Fragen der kulturellen Identität und Zugehörigkeit. Wir wünschen eine interessante Lektüre! 

Schawuot sameach und frohe, entspannte Pfingsttage Ihnen allen und bleiben Sie gesund! 

Mit herzlichen Grüssen aus dem Grindelhof,

Ihr Jüdischer Salon am Grindel

Lockdown-Lektüren

Lockdown-Lektüre
Sa, 30. Mai 2020
Eine Lesereise von Mati Shemoelof - aus dem Hebräischen von Sebastian Schirmeister

In den letzten Jahren tauche ich immer tiefer hinab in die Schatzkammern der deutschen Kultur. Ich lese und schreibe und denke über Fragen von Identität und Zugehörigkeit in Zeiten der israelischen und jüdischen Migration nach Deutschland nach. Zeiten, die im Grunde genommen 1743 mit der Ankunft Moses Mendelssohns in Berlin begannen. Gehört die deutsche Identität nur denjenigen, die einen deutschen Ausweis besitzen? Gehört die deutsche Identität vielleicht auch denen, die sich mit ihr identifiziert haben oder ohne deutschen Pass in diesem Land leben?

Lockdown-Lektüre
Fr, 8. Mai 2020
Von Peter Stephan Jungk
Foto Jungk

Ich rufe die ältesten meiner Pariser Freunde an, will hören, wie es ihnen geht. Beginne beim Doyen der Runde: Der legendäre Dokumentarfilmer und Schriftsteller Georg Stefan Troller wird im Dezember 99 Jahre alt. Vor wenigen Tagen sollten wir im Jüdischen Salon am Grindel einen gemeinsamen Abend bestreiten, wie schade: er musste abgesagt werden. Yamze, Trollers aus Georgien stammende Hausangestellte, hebt das Fixtelefon ab, sie kümmert sich um ihn seit dem Tod seiner Frau, vor zwei Jahren. Sie weint, als ich sie bitte, mich zu verbinden. Ich erschrecke.

Was kürzlich lief

Di, 28. Apr 2020
Georg Stefan Troller – Jahrhundertmensch
Georg Stefan Troller (Foto: © Norbert Schmidt)

Der legendäre Reporter, Filmemacher und Schriftsteller Georg Stefan Troller ist mit 98 Jahren ein Jahrhundertmensch. Mit 17 floh der Sohn eines jüdischen Pelzhändlers aus Wien vor den Nazis in die USA und kehrte als amerikanischer GI zurück. Seit 1949 lebt Troller in Paris – filmt, fotografiert und schreibt und erklärt den Deutschen Frankreich. Mit der Sendereihe Pariser Journal erobert er in den 60ern das deutsche Publikum. Er revolutioniert das deutsche Fernsehen mit seiner Neugierde und Grandezza und einer radikal persönlichen, verblüffend intimen Art zu fragen.

Mo, 27. Apr 2020
2016, 91 Min., OF mit dt. UT Film und Gespräch mit Peter Stephan Jungk, dem Regisseur des Films - Im Rahmen der Tage des Exils

Edith Tudor-Hart führte ein bewegtes Leben. Nachdem sie in Wien wegen "kommunistischer Umtriebe" verhaftet wurde, gelang es ihr wenig später, nach London zu emigrieren. Dort wurde sie mit ihren fotografischen Sozialreportagen bekannt und eine der wichtigsten österreichisch-britischen Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Gleichzeitig arbeitete sie für den KGB und spielte eine Schlüsselrolle bei der Rekrutierung des berühmten Spionageringes der Cambridge Five

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