In Israel war es bereits 2011 ein Bestseller und hat Debatten über Utopien und Ideale ausgelöst. Nun ist Yael Neemans Erinnerungsbuch Wir waren die Zukunft. Leben im Kibbuz im jungen Berliner Verlag Altneuland endlich in einer deutschen Ausgabe erschienen. Gemeinsam mit ihrer Übersetzerin Lucia Engelbrecht spricht die Autorin über die persönlichen Erinnerungen an das Aufwachsen in der sozialistischen Kibbuzbewegung. Es ist zugleich die Geschichte einer ganzen Generation.
Was demnächst läuft
Dieses moderierte Konzertprogramm erzählt die außergewöhnliche Reise der Familie Henriques, später Hinrichsen und deren Vertreibung aus Spanien über Portugal, Dänemark und Hamburg bis nach Leipzig. Ihre Geschichte wird durch die Musik des 13. bis zum 20. Jahrhunderts lebendig. Die Stationen spiegeln die Transformation der Familie vom sephardischen zum aschkenasischen und schließlich assimilierten Judentum wider.
Kunst verbindet. Mit dieser Überzeugung bringt die Initiative „ZUMU Museum on the Move“ seit 2017 zeitgenössische Kunst in ganz unterschiedliche Bereiche der israelischen Gesellschaft. Wechselnde mobile Ausstellungen und Veranstaltungen überbrücken geografische, soziale und kulturelle Distanzen und schaffen Verbindungen zwischen Menschen. Der ZUMU Video-Salon zeigt Arbeiten israelischer Videokünstlerinnen und -künstler, die sich kritisch und kreativ mit ...
Alles dreht sich um Califa, kurz: CLF. Die Militärführung auf der anderen Seite des Ozeans hat Zugriff auf das neue atomwaffenfähige Element – aber was ist mit Cistransatia, dem Gegner im Osten? Das Manuskript dieses Romans, den Justin Steinfeld 1955 in England verfasste, geriet in Vergessenheit und wurde erst jetzt wiedergefunden. In Zeiten eines Kriegs in Europa und der erneuten Rede von atomarer Bedrohung liest sich Califa bedenklich aktuell und überraschend modern. Steinfelds Fazit bestätigt sich: Solange es Nationen und damit Nationalismus gibt, wird es Krieg geben.
Was kürzlich lief
Das alte Haus erzählt. Denn seine Mauern, Dielen und Ritzen bewahren die Erinnerungen an alle Menschen, die es jemals bewohnt haben. Schon als Kind hat Irma Thon mit ihren nazitreuen Eltern im ersten Stock gelebt. Während die 90-Jährige zurückblickt und immer wieder an die kleine Ruth Sternheim von damals denken muss, erfreuen sie die Gespräche mit Nele Bittner aus dem Vierten. Die Schülerin lernt für eine Geschichtsklausur und beginnt zu verstehen, dass die Vergangenheit nicht vergangen ist, sondern nur wenige Stufen entfernt.
Ein sehr persönliches Porträt des großen österreichischen Dichters Erich Fried, eine Hommage an einen unvollkommenen, aber innig geliebten Vater und schließlich eine rasante Reise durch ein Jahrhundert.






