Im Café Leonar | Grindelhof 59 | 20146 Hamburg
Telefon: +49 - (0)176 21 99 82 72
E-Mail: info@salonamgrindel.de

Aktuelles

Geänderte Anfangszeiten ab 2020

Veranstaltungsbeginn ist um 19:30 Uhr

Programm: Was demnächst läuft

GesprächVortrag
Di, 28. Jan 2020
zum 100. Geburtsjahr von Paul Celan - mit Vivian Liska

Die Publikation des Briefwechsels zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan im Jahr 2008 galt allgemein als einzigartiges Ereignis für die deutschsprachige Literatur. Die von diesem brieflichen Austausch ausgehende Faszination rührt zweifellos von den Differenzen her, die die Herausgeber*innen als einen „Abgrund“ bezeichnen, der „das Problem von Schreiben und Autorschaft nach Auschwitz in exemplarischer Weise benennt“.

BuchvorstellungGespräch
Di, 4. Feb 2020
mit Gisela Dachs und Michael Wuliger
In Kooperation mit: 
Leo Baeck Institute Jerusalem
Jüdischer Almanach Sex & Crime - Geschichten aus der jüdischen Unterwelt

Enge Familienbindungen, geringer Alkoholkonsum und gegenseitige Hilfsbereitschaft erklären unter Umständen die interessante Tatsache, dass Juden in der Diaspora offenbar oft eine geringere Kriminalitätsrate aufweisen als ihre Umgebung. Aber dennoch haben nicht alle eine blütenreine Weste… Dass man sich für die schwarzen Schafe in den eigenen Reihen besonders schämt(e), könnte mit antisemitischen Klischees zusammenhängen.

GesprächVortrag
Do, 13. Feb 2020
mit Stefan Litt

Als im Sommer 2019 endlich einige Banksafes in Zürich geöffnet werden konnten, in denen jahrzehntelang umkämpfte Briefe, Manuskripte und Zeichnungen von Franz Kafka gelagert waren, ging ein langes und skurriles Kapitel im Streit über den rechtmäßigen Besitz des Nachlasses von Max Brod zuende. Stefan Litt, Archivar der Nationalbibliothek in Jerusalem, erlebte diesen bewegenden Moment mit. Geschürt durch Pressemitteilungen war die öffentliche Erwartung groß, in den Züricher Safes unbekannte Werke Kafkas vorzufinden, während die Fachwelt nicht davon ausging.

GesprächKonzertVortrag
Di, 18. Feb 2020
Ein literarisch-musikalisch-theatralischer Abend mit Hédi Bouden und den Schüler*innen des Helmut-Schmidt-Gymnasiums

Auf den ersten Blick sind es verschiedene Welten: Jüdisch-israelische Schüler*innen aus Sderot in der Nähe des Gaza-Streifens auf der einen und überwiegend – durch Herkunft oder Umfeld – muslimisch „geprägte“ Schüler*innen aus Hamburg-Wilhelmsburg auf der anderen Seite. Können sie sich ausgerechnet im Gedenken an die Shoah begegnen? Das deutsch-israelische Projekt Why should I care about your history / Was geht mich eure Geschichte an? hat sich genau diese unwahrscheinliche Begegnung zur Aufgabe gemacht.

Was kürzlich lief

BuchvorstellungGespräch
Di, 14. Jan 2020
mit der Autorin Verena Dohrn

Verena Dohrn beschreibt in einer spannenden Mischung aus genau recherchierter Alltagshistorie und Familiensaga die Geschichte der aus Osteuropa stammenden jüdischen Unternehmerdynastie. Eine jüdische Großfamilie, Unternehmer in der Ölwirtschaft, flieht vor der russischen Revolution nach Westen. Die Kahans, die aus Polen und Litauen stammen, haben ihr Vermögen im Bakuer Ölboom gemacht, die Bolschewiki, die im Frühjahr 1920 Transkaukasien einnehmen, es ihnen wieder genommen. Nach und nach verlassen die Angehörigen Petersburg, Baku, Charkow, Jekaterinoslaw.

GesprächLesung
Do, 12. Dez 2019
mit dem Autor Doğan Akhanlı
Doğan Akhanlı (© Thomas Krehwinkel)

Mit Die Madonna im Pelzmantel hat Sabahattan Ali, der 1948 auf der Flucht ermordet wurde, eine der größten Liebesgeschichten der türkischen Literatur geschaffen: Im Berlin der 1920er verliebt sich der unscheinbare Raif Efendi unsterblich in die jüdische Künstlerin Maria Puder. Diese Liebe endet tragisch. Doch war Maria Puder tatsächlich nur eine Romanfigur? Oder gehörte sie vielleicht zu den Passagieren des Flüchtlingsschiffes Struma, das 1942 auf dem Weg nach Palästina vor Istanbul versenkt wurde?

Subscribe to Front page feed