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Aktuelles

Programm: Was demnächst läuft

GesprächVortrag
Di, 19. Feb 2019
– mit dem Hamburger Landesrabbiner Shlomo Bistritzky

Das orthodoxe Judentum ist neben dem Reformjudentum eine Hauptströmung des Judentums. Die deutsche Öffentlichkeit macht es sich vielfach mit der Bewertung des orthodoxen Judentums sehr leicht, ohne über wirkliche Kenntnisse zu verfügen. Rabbiner Bistritzky wird einige wesentliche Aussagen des orthodoxen Judentums erläutern und darüber berichten, wie er als orthodoxer Jude in Hamburg lebt.

BuchvorstellungGespräch
Di, 26. Feb 2019
Mit Jonas Fegert, Mitherausgeber, unterhält sich die Autorin Viola Roggenkamp

Weshalb leben junge Juden in Deutschland? Ist es Berlin? Sind es die Geschichten der Großeltern? Was zieht sie ausgerechnet in dieses Land? Und warum nicht ausgerechnet Deutschland? Juden scheinen begründen zu müssen, weshalb sie in Deutschland leben. Aber vor wem? Vor den Deutschen? Vor den Eltern? Vor sich selbst? Die Jüdinnen und Juden, denen man in diesem Buch begegnet, sind hier, um vielem zu widersprechen, worin sich die deutsche Gesellschaft mit ihren jüdischen Mitbürgern in den vergangenen Jahrzehnten einigermaßen eingerichtet hatte. Sie wollen Juden in Deutschland sein und nicht jüdische Deutsche. Sie suchen nicht die Nähe zur Mehrheit, sondern zu anderen Minderheiten. Sie alle sind oder waren Studierende des ELES, des deutsch-jüdischen Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks, das vor zehn Jahren gegründet wurde. Das verbindet sie. Ihre Texte sind biographisch-literarisch erzählend, polemisch herausfordernd, soziologisch unterrichtend über die Vielfältigkeit von gerade mal 150.000 Juden in Deutschland.

Was kürzlich lief

Do, 14. Feb 2019
Regie und Bearbeitung für den NDR von Irene Schuck, Einführung von Susanne Hoffmann, NDR Hörspiel
In Kooperation mit: 
NDR Info

Er ist wohlhabend und gebildet, angesehener Kaufmann und Unternehmer, ein Bürger durch und durch. Und er ist Jude. Obwohl die Welt um ihn herum gerade in Scherben zerbricht und die Gewaltexzesse gegen Juden in vollem Gange sind, wähnt er sich in Sicherheit. Doch dann poltert die Gestapo in seine Wohnung und er muss fliehen. Hals über Kopf: „Mir ist der Krieg erklärt worden, mir persönlich.“ Mit einer Aktentasche voller Geld reist er ziellos umher. Rattert auf Gleisen erschöpft durch eine Republik, in der er nicht mehr leben darf.

GesprächVortrag
Mi, 30. Jan 2019
Zum 150. Geburtstag von Else Lasker-Schüler - mit Jakob Hessing

Else Lasker-Schüler ist eine der großen deutschsprachigen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts. Vor 150 Jahren wurde sie am 11.2.1869 in Elberfeld/Westfalen geboren. Seit 1894 lebte sie in Berlin, wo sie ein exzentrisches Leben führte. Die Dichterin stand mit Peter Hille, Herwarth Walden und Gottfried Benn in nahem Kontakt und war mit Karl Kraus, Georg Trakl und Franz Marc befreundet. Als die Nazis an die Macht kamen, musste sie Deutschland verlassen. Über Umwege gelangte sie schließlich ins damalige Mandatsgebiet Palästina, ihr geliebtes „Hebräerland“, in dem sie doch nie wirklich heimisch zu werden vermochte. Am 22. Januar 1945 verstarb sie einsam in Jerusalem, das immer auch ein Ort des Exils für sie geblieben war.

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