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Aktuelles

Programm: Was demnächst läuft

BuchvorstellungGespräch
Di, 21. Mai 2019
Mit dem Autor Eshkol Nevo
Eshkol Nevo: Über uns

Was wissen wir über die Menschen, die mit uns Tür an Tür wohnen und die wir am Briefkasten treffen? In seinem 2018 auf Deutsch erschienenen Roman Über uns wirft Eshkol Nevo einen Blick hinter die Fassade eines Mehrfamilienhauses in einem Vorort bei Tel Aviv. So unterschiedlich die Lebensschicksale seiner Bewohner*innen zunächst erscheinen, gemeinsam sind ihnen doch die verborgenen Sehnsüchte und Geheimnisse, die auf jeder der drei Etagen langsam ans Licht kommen… Mitfühlend und eindringlich erzählt Nevo von der Einsamkeit und der Selbsttäuschung seiner Figuren.

BuchvorstellungGespräch
Di, 18. Jun 2019
Mit dem Autor Caspar Battegay
Caspar Battegay_Geschichte der Möglichkeit

Im 20. Jahrhundert entsteht eine Vielzahl an Utopien, die durch technische oder ökonomische Projekte die Optimierung der Menschheit imaginieren. Dazu gehören auch der Zionismus und seine Literatur, die eine Lösung der sogenannten „jüdischen Frage“ durch einen eigenen (National-)Staat vorstellt. Dass daneben zahlreiche utopische Texte existieren, die das Judentum gerade als eine Gemeinschaft in der Diaspora konzipieren, ist heute oft in Vergessenheit geraten.
 

BuchvorstellungGespräch
Di, 25. Jun 2019
Mit Amir Eshel und Thomas Sparr
Amir Eshel, Gerhard Richter_Zeichnungen-Gedichte und Bilder

Zeichnungen, dieser Band mit seinem schlichten und doch vielfältige Assoziationen weckenden Titel, besteht aus hebräisch-deutschen Gedichten von Amir Eshel und Zeichnungen aus Gerhard Richters Zyklus 40 Tage. Er ist aus einer einzigartigen Zusammenarbeit zwischen dem Lyriker und dem Maler hervorgegangen, einem sich fortsetzenden Zwiegespräch, das immer wieder um die Kraft der Kunst kreiste, vor allem im Kontext einer vom Zweiten Weltkrieg und der Shoah geprägten Vergangenheit. Zeichnungen wie Gedichten sei eine „Handbewegung“ eigen – so Eshel – die den flüchtigen Moment aufgreift und festzuhalten sucht, um Gefühlen, die durch augenblickliche Erfahrungen ausgelöst sind, einen ästhetisch minimalistischen Ausdruck zu geben. Daraus ist auch ein Dialog zwischen Sprachen, Erinnerungen und künstlerischen Ausdrucksformen entstanden, der sich nicht nur zwischen den Seiten des Buches weiter entfaltet.

Was kürzlich lief

BuchvorstellungGespräch
Mo, 6. Mai 2019
Mit dem Autor Benjamin Balint
In Kooperation mit: 
Berenberg Verlag
Benjamin Balint: Kafkas letzter Prozess

Der berühmteste Koffer der Literaturgeschichte hätte es beinahe nicht geschafft. Max Brod hatte ihn bei sich, als er 1939 mit dem letzten Zug von Prag nach Palästina floh. Im Koffer: Manuskripte, Notate, Kritzeleien seines Freundes Franz Kafka. Jahrzehnte später entspann sich darum ein Gerichtskrimi, der erst 2016 ein Ende fand. Vordergründig wurde über den Nachlass von Max Brod entschieden, doch standen noch ganz andere Fragen im Raum: War Kafka vor allem ein jüdischer Autor? Wo ist sein Erbe richtig aufgehoben? In Israel? Oder in jenem Land, in dessen Namen Kafkas Familie einst ausgelöscht wurde? Eine filmreife Geschichte, die nicht nur zeigt, weshalb die Frage, wem Kafka gehört, zum Glück nie entschieden werden kann.

BuchvorstellungGespräch
Mo, 15. Apr 2019
– mit Max Beck, Nicholas Coomann und Felix Hempe
Max Beck

Der Aufstieg des Nationalsozialismus führte im 20. Jahrhundert zu einem tiefen Einschnitt in der deutschsprachigen Philosophie. Ein Großteil der Intellektuellen sah sich gezwungen, den Herrschaftsbereich der Nationalsozialisten zu verlassen und die Mehrheit der oft jüdischen Philosophen, denen die Emigration gelang, fand schließlich in den USA Zuflucht. Der von Max Beck und Nicholas Coomann herausgegebene Sammelband Historische Erfahrung und begriffliche Transformation. Deutschsprachige Philosophie im Exil in den USA 1933–1945 fragt erstmals in übergreifender Perspektive nach der Bedeutung der amerikanischen Exilerfahrung zwischen 1933 und 1945 für die philosophische Theorieentwicklung. Im Zentrum der Untersuchungen stehen dabei u.a. die Philosophen Rudolf Carnap, Ernst Cassirer, Max Horkheimer, Hannah Arendt, Hans Kelsen und Siegfried Kracauer.

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