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Aktuelles

Programm: Was demnächst läuft

GesprächVortrag
Mi, 21. Aug 2019
mit Anat Feinberg
(c) Jürgen Bauer, mit freundlicher Genehmigung des Suhrkamp Verlags

Der Schriftsteller Amos Oz ist einer der großen Chronisten des Landes Israel,  ein Meister der hebräischen Sprache, der in präziser und sensibler Rede wunderbar Wort an Wort zu fügen wusste.  In seinen Werken spiegelt sich das Lebensgefühl eines Landes, in dem sich vieles überkreuzt: Das Gegenwärtige und das Uralte, das Problem des Überlebens, begleitet von neuer Gewalt und der immer erneuten Suche nach Gerechtigkeit, die Erinnerung an die Shoah und der harte Kampf um das neue Land, die Sehnsucht nach der Kultur des „wunderbaren und tödlichen“ Europas und der Alltag in der Hitze eines Wüstenlandes. Seiner Heimat Israel in großer Liebe verbunden, setzte sich Amos Oz –  keine Konflikte scheuend – literarisch wie politisch immer wieder auch kritisch mit den aktuellen politischen Entwicklungen seines Landes auseinander und plädierte für einen dauerhaften Frieden mit den palästinensischen Nachbarn.

Was kürzlich lief

BuchvorstellungGespräch
Di, 25. Jun 2019
Mit Amir Eshel und Thomas Sparr
Amir Eshel, Gerhard Richter_Zeichnungen-Gedichte und Bilder

Zeichnungen, dieser Band mit seinem schlichten und doch vielfältige Assoziationen weckenden Titel, besteht aus hebräisch-deutschen Gedichten von Amir Eshel und Zeichnungen aus Gerhard Richters Zyklus 40 Tage. Er ist aus einer einzigartigen Zusammenarbeit zwischen dem Lyriker und dem Maler hervorgegangen, einem sich fortsetzenden Zwiegespräch, das immer wieder um die Kraft der Kunst kreiste, vor allem im Kontext einer vom Zweiten Weltkrieg und der Shoah geprägten Vergangenheit. Zeichnungen wie Gedichten sei eine „Handbewegung“ eigen – so Eshel – die den flüchtigen Moment aufgreift und festzuhalten sucht, um Gefühlen, die durch augenblickliche Erfahrungen ausgelöst sind, einen ästhetisch minimalistischen Ausdruck zu geben. Daraus ist auch ein Dialog zwischen Sprachen, Erinnerungen und künstlerischen Ausdrucksformen entstanden, der sich nicht nur zwischen den Seiten des Buches weiter entfaltet.

BuchvorstellungGespräch
Di, 18. Jun 2019
Mit dem Autor Caspar Battegay
Caspar Battegay_Geschichte der Möglichkeit

Im 20. Jahrhundert entsteht eine Vielzahl an Utopien, die durch technische oder ökonomische Projekte die Optimierung der Menschheit imaginieren. Dazu gehören auch der Zionismus und seine Literatur, die eine Lösung der sogenannten „jüdischen Frage“ durch einen eigenen (National-)Staat vorstellt. Dass daneben zahlreiche utopische Texte existieren, die das Judentum gerade als eine Gemeinschaft in der Diaspora konzipieren, ist heute oft in Vergessenheit geraten.
 

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