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Aktuelles

Nach der Sommerpause: Anarchismus, Musiktheater, deutsch-jüdische Beziehung und ein Krimi

Im August eröffnet Lilian Türk das Programm nach der Sommerpause mit Einblicken in die Geschichte des jiddischen Anarchismus. Das Trio um Schmattes Liedkabarett bietet im September Schlager und Schongsongs, und im Rahmen der Filmvorführung von „Germans & Jews“ sprechen wir mit der Regisseurin Janina Quint über das komplexe deutsch-jüdische Verhältnis. Alfred Bodenheimer stellt Ende des Monats den spannenden vierten Fall von Rabbi Klein vor.

 

Programm: Was demnächst läuft

Lesung
Di, 26. Sep 2017
Lesung und Gespräch mit Alfred Bodenheimer

Die Kriminalromane von Alfred Bodenheimer sind mehr als nur spannende Unterhaltungslektüre. Sie bieten einen tiefen Einblick in die Jüdischen Gemeinden; in die Ängste, Hoffnungen und Vorstellungswelten der Gemeindemitglieder – und ganz nebenbei werden auch theologische Probleme aus jüdischer Sicht erörtert. In seinem viertem Fall ist Rabbi Klein Gast in einer Fernsehshow. Ausgerechnet in seinen Armen stirbt wenig später der Moderator. Lejser Morgenroth, der eifersüchtige Freund des Toten, war am Tatort und hat ein Motiv. Verzweifelt bittet er Klein um Hilfe.

Mo, 16. Okt 2017
Musik und Lesung mit Jascha Nemtsov

Vor mehr als hundert Jahren fanden in St. Petersburg die ersten Konzerte einer „Gesellschaft für jüdische Volksmusik“ statt, initiiert von jüdischen Kompositionsstudenten des Konservatoriums. Sie entwickelten einen national geprägten jüdischen Stil, in dem Elemente jüdischer Folklore und liturgischer Musik in europäische Konzertformen integriert waren. Die Komponistenvereinigung war Teil der kulturzionistischen Bewegung und eng mit anderen Kulturgebieten, etwa der Literatur, verknüpft. Jascha Nemtsov wird neben Kompositionen der Gesellschaft für jüdische Volksmusik aus literarischen Werken lesen, die einen einzigartigen Einblick in das jüdische Leben dieser Zeit vermitteln.

Was kürzlich lief

Film
Mi, 13. Sep 2017
Film und Gespräch mit Janina Quint

Als die amerikanische Jüdin Tal Recanati 2009 in Berlin an einer Führung mit dem Titel „Das jüdische Berlin“ teilnahm, überraschte sie die wachsende jüdische Gemeinde in Berlin und weckte ihr Interesse an der Frage, wie sich das Verhältnis zwischen Juden und Deutschen seit dem Holocaust gestaltete. Zurück in New York diskutierte sie ihre Eindrücke mit ihrer langjährigen, nicht-jüdischen deutschen Freundin und Filmemacherin Janina Quint. Der daraus entstandene Dokumentarfilm wird seit einem Jahr äußerst erfolgreich in jüdischen Gemeinden, Programmkinos sowie auf Filmfestivals von Jerusalem bis Los Angeles, von Washington bis London gezeigt.

Konzert
So, 10. Sep 2017
Liedkabarett mit Ingel Schuhbert, Stellala Schtrumpfbert und Andru Schmatte

Ingel Schuhbert (Inge Mandos) und Stellala Schtrumpfbert (Stella Jürgensen) sind die Protagonistinnen dieses einzigartigen deutsch- jididschen Musiktheaters und singen sich humor- und hoffnungsvoll durch die Höhen und unvorhersehbaren Tiefen des Lebens. Die sympathischen Heldinnen verbinden traditionelle jiddische Balladen und sogar Lieder aus der Renaissance-Zeit auf Mittelhochdeutsch mit Hits aus dem Jiddischen Theater mit teils deutschen Übersetzungen. Zu ihrem Repertoire gehören aber auch deutsche Schlager jüdischer Komponisten aus den 1920er/1930er Jahren und lokale Volkslieder, mit denen sie schließlich auch einen Bogen nach Hamburg spannen.

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