


Aus einer Fragerunde des Verlages an den Autor:
Woher kommt die Idee zum „Buch der Gesichter“?
Die Idee für den Roman geht zurück auf ein Bild, das sich mir zeigte, als ich zum ersten Mal las, dass Serbien eines der ersten Länder Europas war, das von den Nazis für „judenfrei“ erklärt worden war. Daraufhin erschien mir das Bild eines durch die Straßen Beograds umherstreifenden Mannes, aus dem Isak Ras werden sollte, der Hauptprotagonist meines Romans, der vielleicht letzte Jude von Beograd, wie einmal geschrieben steht. Aus diesem Bild erwuchs die Idee zu einer Erzählung, die sich alsbald zu einem Roman ausdehnte. Hauptmotivation war, die noch ungenügend literarisierte Geschichte der serbischen Juden respektive ihres Verschwindens, also ihrer Ermordung zu erzählen.
Marko Dinić wurde 1988 in Wien geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Belgrad. Er studierte in Salzburg Germanistik und jüdische Kulturgeschichte. Sein erster Roman »Die guten Tage« ist 2019, das »Buch der Gesichter« ist 2025 erschienen.
Vivian Perkovic arbeitet als Journalistin und Moderatorin u.A. für DLF Kultur beim Musikmagazin Tonart und für die 3sat Kulturzeit. Ihr familiärer Background ist slowenisch-serbisch. Sie studierte Germanistik mit Schwerpunkt Medien, Theater und Südslawistik an der Universität Hamburg.
Gastgeberin ist Barbara Guggenheim
