Ein „Passionsspiel vom Wahn des Jahrhunderts“ – so beschreibt Claudio Magris das Werk des 1989 in Paris verstorbenen serbisch-jüdischen Schriftstellers Danilo Kiš. Das massenhafte Verschwinden von Menschen in den nationalsozialistischen und stalinistischen Lagern bildete für Kiš den Kern seines Schaffens, das bei allem Schrecken immer wieder Momente von erschütternder Schönheit enthält.


