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»Wenn die Menschen in Bagdad in die Oper gehen können, wissen wir, dass der Krieg nicht umsonst war«

Lesung und Gespräch mit Arnon Grünberg

Donnerstag, 27. November 2014 - 20:00
Jüdischer Salon im Café Leonar, Grindelhof 59, 20146 Hamburg

Samarendra, Sohn eines indischen Vaters und einer Schweizer Mutter, ist ein ehrgeiziger junger Architekt, der im Auftrag eines reichen Exil-Irakers eine Oper in Bagdad entwerfen soll. Auch Frank Lloyd Wright plante in den 50-er Jahren für König Faisal II. eine solche Oper. Sie kam damals nicht zur Ausführung, würde es diesmal gelingen?

Was dann dort passiert, führt zu nicht weniger als einer existentiellen Erschütterung. Grünbergs Roman Der Mann, der nie krank war bringt die trügerische Sicherheit, in der wir zu leben meinen, ins Wanken. Virtuos stellt der Autor in Frage, wie verlässlich unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit ist. Sein in glasklarer, scharfer Sprache erzählter Roman entwickelt einen Sog, der uns in die Tiefen der eigenen Abgründe führt. Bequem geht anders...

Arnon Grünberg, geboren 1971 in Amsterdam, wohnt, wenn er nicht unterwegs ist, in New York. Seine Bücher wurden schon mit allen großen niederländischen Literaturpreisen ausgezeichnet, 2002 erhielt er den NRW-Literaturpreis für sein Gesamtwerk. Er schreibt neben seinen literarischen Arbeiten einen Blog, eine tägliche Kolumne für die Titelseite von De Volkskrant, Theaterstücke und Reportagen, war mehrfach im Irak und in Afghanistan.

Gastgeberin ist Julia Boog.

Wir danken der Kulturbehörde Hamburg für die freundliche Unterstützung.

Eintrittspreise: 
Normalpreis: 10 Euro (7,50 Euro für Freundeskreis-Mitglieder / 5 Euro ermäßigt)