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Programm 2019

BuchvorstellungGespräch
Mo, 15. Apr 2019
– mit Max Beck, Nicholas Coomann und Felix Hempe
Max Beck

Der Aufstieg des Nationalsozialismus führte im 20. Jahrhundert zu einem tiefen Einschnitt in der deutschsprachigen Philosophie. Ein Großteil der Intellektuellen sah sich gezwungen, den Herrschaftsbereich der Nationalsozialisten zu verlassen und die Mehrheit der oft jüdischen Philosophen, denen die Emigration gelang, fand schließlich in den USA Zuflucht. Der von Max Beck und Nicholas Coomann herausgegebene Sammelband Historische Erfahrung und begriffliche Transformation. Deutschsprachige Philosophie im Exil in den USA 1933–1945 fragt erstmals in übergreifender Perspektive nach der Bedeutung der amerikanischen Exilerfahrung zwischen 1933 und 1945 für die philosophische Theorieentwicklung. Im Zentrum der Untersuchungen stehen dabei u.a. die Philosophen Rudolf Carnap, Ernst Cassirer, Max Horkheimer, Hannah Arendt, Hans Kelsen und Siegfried Kracauer.

BuchvorstellungVortrag
Mi, 10. Apr 2019
– mit der Herausgeberin Brigitte van Kann und der Schauspielerin Marina Galic
Reli Alfandari mit ihrem Bruder und ihren Eltern, Belgrad 1939 © Privatarchiv

Als die deutsche Wehrmacht 1941 Jugoslawien überfällt, beginnt ein Alptraum für die serbischen Juden. Für das, was ihr und ihrer Familie angetan wird, findet Reli Alfandari Pardo erst viele Jahrzehnte später Worte. Anders als Anne Frank, mit der sie heute in Serbien verglichen wird, überlebt sie in Verstecken. Der auf Französisch geschriebene autobiografische Roman ist aus der Perspektive des Kindes, des jungen Mädchens erzählt – mitreißend und emotional tief berührend. Das Buch öffnet eine Tür zu einem kaum bekannten schmerzlichen Kapitel europäischer Geschichte: der Zweite Weltkrieg und die Shoa auf dem Balkan.